„Muggesturm“ – 13.03.- 25.04.2015 @ Galerie Alte Schule, Berlin-Adlershof

 

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Galerie Alte Schule Adlershof / KUNSTHALLE am Hamburger Platz

Muggesturm am Müggelsee

-geographische Distanz fliegend überwinden –

Junge Kunst aus Süd-West und Nord-Ost im Dialog. Arbeiten von Studierenden und Absolvent_ innen aus der KUNSTHALLE am Hamburger Platz, weißensee kunsthochschule berlin und der Klasse Balkenhol, Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe in einer Ausstellung der Galerie Alte Schule Adlershof

Eröffnung: Freitag, den 13.3.2015 um 20 Uhr
Einführung: Prof. Else Gabriel, weißensee kunsthochschule berlin
Musik: Spree & Mowitz
 
Laufzeit: 14. März bis 25. April 2015
Öffnungszeiten: Di-Do 12-19 Uhr, Fr 12-17 Uhr, Sa 15-19 Uhr
Ort: Galerie Alte Schule Adlershof, Dörpfeldstrasse 54-56, 12489 Berlin
Kuratoren: Julia Brodauf und Prof. Thaddäus Hüppi

Mit Arbeiten von:

Kristin Albrecht, Benjamin Althammer, Karoline Beeck, Anna Benini, Christina Dedolf, Daniel Ewinger, Ossian Fraser, Maxie Heiner, Elena Kaludova, Amelie Kemmerzehl, Thomas Korn, Tina Linster, Anastasia Mikhaylova, Marta Pérez Campos, Aron Rauschhardt, Johannes Regin, Hanna Schaich, Julia Schottky, Julia Schramm, Janina Schütz, Nils Vogt, Josh Zielinski
&
Elvira Chevalier, Daniele dell‘Eva, Lukas Giesler, Kathrin Ilici, Stefan Jeske, Jiwon Jung, Dominik Karle, Franziska Maßat, Samuel Schuler, Sebastian Schuster, Anja Wiebelt, Tobias Zilly

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Was in der Berliner Seenplatte die Mücke, ist im Badischen die Mugge. Sirrend nervend, lästig, bei näherer Betrachtung aber filigran und schön sind sie alle. Für Mückenforscher Faszinosum, für Urlauber und Anrainer ein willkommenes Ziel für überfälligen Aggressionsabbau. Ob Spray, Netz, Räucherwerk oder Klatschen mit der bloßen Hand – Abwehr, TÖTEN… und dabei an Ehemann, -frau, Schwiegermutter oder Chef denken.

Wenn wir den Muggesturm andenken, sind wir bereits bei einer biblischen Plage oder einem in beschwipste Übermütigkeit abgleitenden romantischen Sonnenuntergang am Steg.

„Sind Künstler heute die Lästlinge der Gesellschaft, die von der Betrachtung des Wesentlichen ablenken? Oder doch unentbehrliche Wachmacher in Vollmondnächten? Die Schönheit des allgegenwärtigen Unerwünschten, die Schönheit im Detail…“ (Else Gabriel)

Künstlerischer Nachwuchs aus dem Umfeld von Prof. Stephan Balkenhol an der Akademie Karlsruhe und Prof. Thaddäus Hüppi, Leiter der KUNSTHALLE am Hamburger Platz, dem fachübergreifenden Projektraum im Umfeld der weißensee kunsthochschule berlin finden auf Initiative von Julia Brodauf und Prof. Hüppi in der Ausstellung und zum Austausch zueinander.

„Mugge“ ist im badischen Dialekt das Wort für Mücke. Etymologisch leitet sich das Wort Mücke aus dem althochdeutschen mugga, mucca, und dem mittelhochdeutschen mugge, mügge, mucke, mücke ab. Dass das, was herumschwirrt und piekt an und über einem Gewässer wie dem Müggelsee zu einem Schwarm, also zu einem Muggesturm wird, erscheint uns eine berechtigte Hoffnung. Ist doch auch die „Mucke“ auch eine Eigensinnigkeit, und bedeutet, wer Mucken macht, dass einer von sich hören lässt: Es soll die junge künstlerische Produktion zu einem Sturm werden, und sei es ein Sturm im Wasserglas.

Die KUNSTHALLE am Hamburger Platz als fachgebietsübergreifender Projektraum der weißensee kunsthochschule berlin realisiert in dichter Folge Ausstellungen, Workshops und vieles mehr und kooperiert dabei mit Berlin, der Welt und der Kunstwelt. Der inhaltliche Schwerpunkt ist die Schnittstelle zwischen Hochschulstudium und freier Praxis im Kunstbetrieb. Dabei spielt die Vernetzung mit anderen Hochschulen, deren Studierenden und Absolvent_innen sowie mit freischaffenden Künstler_innen eine zentrale Rolle.

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Die Projekte, die das Team der KUNSTHALLE umsetzt, kombinieren typischerweise Weißenseer Absolvent_innen und Studierende mit Kolleg_innen aus dem In- und Ausland, um den Dialog anzustoßen und Netzwerke zu etablieren. Solche Projekte waren und sind zum Beispiel die Gruppenausstellung „Verliebte Künstler“, die nach Stationen in Berlin und Rotterdam zuletzt in der Hochschulgalerie der HBK Saarbrücken gezeigt wurde, die Ausstellung mit Rahmenprogramm „Brücke im Dschungel“ in Kooperation mit Studierenden und Absolvent_innen der Kunsthochschulen in Linz, Hamburg, Saarbrücken, Dresden, Düsseldorf und Toulouse oder das Kunstmessenprojekt „Art Weissensee“ in Kooperation mit anderen Ausstellungsräumen und der erfolgreichen Verkaufsausstellung UTA mit rund 150 Teilnehmer_innen.

Die Ausstellung „Muggensturm am Müggelsee“ steht in dieser Tradition: Einzelne Absolvent_innen der Klasse Balkenhol der Kunstakademie Karlsruhe waren an bisherigen Projekten in der KUNSTHALLE beteiligt. Bei der Ausstellung „Win-Win“ im Jahr 2012 war Stefan Balkenhol selbst mit ausstellender Künstler. Nun wird der direkte Dialog zwischen den Studierenden eröffnet. Erkennt man die zwei Hochschulen, zwei Philosophien, die paar hundert Kilometer Distanz auch in den Arbeiten? Die Werke der jungen Künstler_innen werden erstmals in den Räumen der Galerie Alte Schule aufeinandertreffen. Nur eines ist sicher: Mücken und Wasser werden dabei sein.

 

IMG_1087IMG_1086IMG_1084IMG_1078IMG_1095IMG_1077IMG_1091IMG_1083IMG_1116IMG_1114Fotos © Samuel Schuler

 

Zur Kunsthalle am Hamburger Platz: http://www.kunsthalle.kunsthochschule-berlin.de

Zur Galerie: http://www.galerie-alte-schule-adlershof.de/

Zur Musik: http://spreeundmowitz.de/

 

 

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